10 Basics für den Erfolg

Social Media Strategie: 10 Basics für den Erfolg

Eine erfolgreiche Social Media Strategie ist mehr als eine gepflegte Fanseite auf Facebook oder ein Twitter-Account. Social Media bietet Unternehmen eine Vielfalt von Möglichkeiten für die Kommunikation mit unterschiedlichen Zielgruppen. Durch die Nutzung von unterschiedlichen Kanälen und Plattformen kommen Sie zielgruppenspezifischen Medienaffinitäten entgegen und erhöhen Ihre Reichweite. Doch bevor Sie loslegen sollten Sie intern die folgenden 10 Basics klären. Denn nur wenn Sie diese erfüllen können, sollten Sie Ihre Kommunikation auch auf die sozialen Medien ausdehnen.

1. Erkennen Sie die Erwartungen und Interessen Ihrer Zielgruppe(n).

Bevor Sie damit beginnen Unternehmensprofile zu erstellen, Themen auswählen und Content zu erstellen, sollten Sie erst einmal klären, wie Sie Ihre Zielgruppe erreichen. Welche Plattformen oder Kanäle nutzt Ihre Zielgruppe, wo erreichen Sie sie und worüber spricht sie? Profitieren Sie von den Erfahrungen anderer Kollegen, beispielsweise aus Vertrieb und Kundensupport, und binden Sie von Anfang an andere Abteilungen in Ihre Social Media Strategie mit ein. Analysieren Sie gemeinsam die Bedürfnisse, Erwartungen und Interessen Ihrer Kunden und nehmen Sie diese Erkenntnisse als Grundlage für Ihre Themenplanung. Überprüfen Sie Ihre Auswahl regelmäßig und optimieren Sie sie bei Bedarf.

2. Sorgen Sie für Reichweite.

Um eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen, sollten Sie Ihren Content nicht nur über einen Kanal oder eine Plattform veröffentlichen. Nutzen Sie alle relevanten Optionen und überprüfen und optimieren Sie diese regelmäßig nach ihren Merkmalen und Zielgruppen. Nutzen Sie Ihre Inhalte parallel auf mehreren Plattformen und verbinden Sie diese auch untereinander. Optimieren Sie Ihre Texte für Suchmaschinen durch die Nutzung von Keywords. Weisen Sie auf Ihrer Fanseite auf Ihren Blog hin, verweisen Sie über Twitter auf Ihre Internetseite, verlinken Sie Ihre Internetseite mit Ihren Youtube-Videos etc.. Wenn Ihre Zielgruppe in spezialisierten Online-Communities anzutreffen ist, seien Sie auch hier präsent und weisen Sie auf Ihre anderen Kanäle hin. Veröffentlichen Sie Ihre Pressemitteilungen, Ihre Newsletter oder die Beiträge aus Ihrem Unternehmens-Blog zusätzlich über Ihre Social Media Profile. Nutzen Sie kostenfreie Presse- und Newsportale. Hinterlegen Sie neue Fachbeiträge, Pressemitteilungen und Präsentationen in speziellen Portalen wie Slideshare oder Scribd. Präsentieren Sie Fotos von Produkten oder Infografiken über Flickr oder Pinterest, bzw. Videos über einen eigenen YouTube-Kanal.

3. Social Media ist immer nur ein Teil des Ganzen.

Ihre Social Media Aktivitäten sollten sich formal und inhaltlich nahtlos in Ihre Kommunikationsstrategie integrieren. Zu den inhaltlichen Mitteln dieser integrierten Kommunikation zählen insbesondere wiederkehrende verbale Aussagen sowie Bilder, Grafiken und Videos. Die verbalen Aussagen sollten sinngemäß immer die gleichen Positionierungsinhalte enthalten. Hüten Sie sich jedoch davor, einfach nur per „copy & paste“ zu arbeiten. Suchmaschinen, wie Google reagieren hier nicht immer wie gewünscht. Die bildlichen Inhalte können entweder als unterschiedliche Bildmotive mit gleichem Bildinhalt oder als Schlüsselbilder umgesetzt werden. Erst in Kombination mit einer gut gepflegten Internetseite, ggf. ergänzt durch ein Blog, und in Abstimmung mit Ihrer generellen Kommunikationsstrategie können Sie alle Vorteile von Social Media voll ausschöpfen. Ein Themenplan unterstützt Sie dabei, Ihre Social Media Aktivitäten mit Ihrer aktuellen Werbe- und/oder PR-Kampagnenplanung abzustimmen.

4. Seien Sie glaubwürdig und suchen Sie den Dialog.

Die sozialen Medien sind Dialog-Plattformen, über die Sie Ihre Kunden direkt ansprechen können. Die Interaktion und das Feedback von Fans und Followern bietet Ihnen wichtige Informationen für Ihr Unternehmen und ermöglicht Ihnen eine regelmäßige Optimierung und Anpassung Ihrer Kommunikationsstrategie an die Erwartungen Ihrer Zielgruppe(n). Hier ist jedoch Einsatz gefragt, denn wenn Ihre Nutzer mit Ihnen in Kontakt treten, erwarten sie schnelle und kompetente Hilfe. Stellen Sie also sicher, dass Anfragen zeitnah, freundlich und  kompetent beantwortet werden. Seien Sie ehrlich und versuchen Sie nicht Fragen zu beantworten, die nicht zu Ihrem Fachgebiet gehören. Sonst verlieren Sie schnell an Glaubwürdigkeit – und die Nutzer ihr Interesse. Auch wenn Sie eine Frage nicht sofort beantworten können, sollten Sie keine Angst davor haben, mit Ihren Kunden, potentiellen Kunden, Fans oder Followern zu kommunizieren. Vermitteln Sie Ihrem Gegenüber, dass Ihnen die Anfrage wichtig ist und Sie sich „kümmern“.

5. Erstellen Sie interessanten und relevanten Content.

Content-Marketing und Storytelling sind aktuell in aller Munde. Doch was heißt das eigentlich? Nun vereinfacht gesagt: Sie sollen Ihre Zielgruppe durch informierende, beratende und unterhaltende Inhalte, gern verpackt in eine interessante Geschichte, ansprechen. Insbesondere das Storytelling bietet Unternehmen darüber hinaus die Möglichkeit, trockene und abstrakte Informationen verständlicher zu vermitteln oder emotional aufzuladen. Kopieren Sie also nicht einfach nur Ihre Unternehmensbroschüren oder Kataloginhalte. Erstellen Sie lesenswerte Texte mit zielgruppenspezifisch relevanten Inhalten und verzichten Sie auf allzu eindeutige Werbeaussagen. Die sozialen Medien sind eine Dialog-Plattform und sollten als solche genutzt werden. Das bedeutet, wenn schon Werbung, dann wenigstens mit Response-Elementen. Variieren Sie Ihre Beiträge mit Fachartikeln, Testergebnissen oder Tipps. Unterstützen Sie Ihre Beiträge durch ergänzende Präsentationsmaterialien oder Videos, lockern Sie sie durch Fotos und Grafiken optisch auf. Fotos, Grafiken und Filme eignen sich besonders gut, um Geschichten zu erzählen und Ihre Marke damit aufzuladen.

6. Nur was gesucht wird, kann auch gefunden werden.

Sammeln Sie Schlagworte aus Kundengesprächen Ihres Vertriebs und des Kundenservice. Entwickeln Sie ein eigenenes Keyword-Portfolio mit Begriffen aus der Sprachwelt Ihrer Kunden und Ihre Branche. Lösungen wie die Google Keyword Analyse können Ihnen bei der Begriffsfindung und der Bewertung der Relevanz von einzelnen Keywords helfen. Sie haben bereits eine Internetseite und arbeiten hier mit einem professionellen Dienstleister zusammen? Umso besser, dann sollte es bereits eine umfangreiche Liste mit Keywords geben. Ansonsten sollten Sie für die Zukunft auch die Zusammenarbeit mit Ihrem Dienstleister überdenken. Setzen Sie Ihre wichtigsten Keywords regelmäßig in allen Postings ein, insbesondere im Titel, in Statusmeldungen, in Tags und Hashtags, im Fließtext und Kommentaren sowie in Bild- und Dokumentenbeschriftungen. Online-Tools zur Überprüfung und Optimierung Ihrer Texte finden Sie auch im Internet.

7. Nutzen Sie Expertenwissen für Ihre Themenplanung.

Ich kann es hier nicht oft genug wiederholen: Social Media Marketing ist ein Teamsport! Das bedeutet, dass die Erstellung von Inhalten nicht nur durch Marketing und/oder PR sichergestellt werden muss, oder im Extremfall ein einzelner Mitarbeiter (der Social Media Manager) die Inhalte bereitstellen soll. Das kann und wird nicht funktionieren! Für eine erfolgreiche Social Media Strategie sind Sie auf den Austausch und die Unterstützung aller Abteilungen angewiesen. Insbesondere ein regelmäßiger Dialog mit Vertrieb und Kundenservice sind hier wichtig. Binden Sie Mitarbeiter unterschiedlicher Abteilungen in Ihre Planungen mit ein, profitieren Sie vom Expertenwissen Ihrer Kolleginnen und Kollegen. Sammeln Sie Themen aus anderen Abteilungen und erstellen Sie einen Redaktionsplan. Dieser bildet dann den inhaltlichen Rahmen für Ihre Aktivitäten und Ihre Kollegen können Ihnen entsprechende Inhalte liefern.

8. Stellen Sie das richtige Timing für Ihre Zielgruppe(n) sicher.

Business-Kontakte erreichen Sie in der Regel wochentags zwischen 10.00 und 14.00 Uhr am besten. Endkunden eher nach Feierabend oder am Wochenende. Werten Sie regelmäßig die Reaktionen auf Ihre Posts aus, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wann Ihre Zielgruppe online ist. Passen Sie die Veröffentlichung Ihrer Beiträge an den Nutzungszyklus Ihrer Zielgruppe an. So können Sie sicherstellen, dass Ihre Posts auch von Ihrer Zielgruppe wahrgenommen werden.

9. Stellen Sie sicher, dass Ihr Unternehmen die nötigen Ressourcen bereits stellt.

Wenn Sie die vorangegangenen Basics gelesen haben, haben Sie ein erstes Gefühl dafür bekommen, welche personellen und auch finanziellen Ressourcen Sie benötigen. Sie sollten daher von Anfang an sicher stellen, dass Ihr Unternehmen bereits ist, diese Ressourcen langfristig zu stellen. Der professionelle Aufbau und die Pflege Ihrer Social Media Aktivitäten ist keine Aufgabe für einen Praktikanten oder Auszubildende. Ohne personelle Unterstützung werden auch die allermeisten PR- und Marketingabteilungen in Unternehmen diese Aufgabe nicht ohne zusätzliche personelle Kapazitäten bewältigen. Können Sie diese Voraussetzung nicht dauerhaft sicherstellen, haben Sie zwei Alternativen: 1.) Sie engagieren einen spezialisierten Freelancer oder eine Agentur. 2.) Sie verzichten auf eine professionelle Präsenz in den Sozialen Medien.

10. Aktualisieren Sie Ihre Social Media Profile regelmäßig.

Um die Kommunikation mit Ihrer Zielgruppe aufrechtzuerhalten, sollten Sie regelmäßig aktuelle Inhalte veröffentlichen, das erhöht die Attraktivität Ihrer und lockt neue Fans und Follower auf Ihre Seiten. Ganz wichtig ist jedoch auch, dass Ihre Social Media Profile gepflegt sind. Achten Sie also darauf, dass auch alle Kontaktinformationen und Termine auf allen Profilen aufeinander angepasst sind.

Sie sind sich sicher, dass Sie diese Basics alle erfüllen können? Dann viel Erfolg!

 

Reichweite entscheidet!

SEO, Social Media und Content Marketing spielen im modernen Marketingmix eine große Rolle, doch auch das klassische Marketing wird nicht aussterben. Es verändert sich und passt sich an. Über den Wandel im Marketing, alte Strategien und vermeintlich neue Methoden schreibt Björn Tantau in seiner t3n-Kolumne – und wagt dabei auch einen Blick in seine Kristallkugel..

Sehr lesenswert und deshalb hier 😉

Zur Kolumne von Björn Tantau: Ruhe in Frieden, klassisches Marketing? Wie SEO, Social Media und Content Marketing die Regeln verändern [Kolumne]

Das erste wirklich soziale Netzwerk?

Seniorenmarketing. Seit Oktober 2012 ist „seniorbook.de“ online. Das nach eigenen Angaben „erste wirklich soziale Netzwerk“ möchte ein „positives, aktives Altersbild“ fördern und die Menschen in der “besten Zeit des Lebens” begleiten. Dabei sollen den Betreibern zufolge nicht nur neue Kontakte geknüpft werden, sondern auch das Teilen von Lebenserfahrung und Wissen gepflegt und der regionale Austausch und bürgerschaftliches Engagement gefördert werden. Die Zielgruppe sind online-affine Frauen und Männer der Generation 45+ und eigenen Angaben zufolge ist seniorbook.de besser auf die Interessen und Bedürfnisse dieser Altersgruppe abgestimmt, als andere soziale Netzwerke.

Die Betreiber möchten mit seniorbook.de eine „bestehende Lücke“ im Internet schließen, da auch für immer mehr ältere Menschen das Internet zu einer wichtigen Kommunikations- und Informationsplattform wird. Im ersten Jahr streben die Betreiber 250.000 registrierte Nutzer an und sehen langfristig ein Potential von bis zu fünf Millionen Teilnehmern.

Nach einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbandes BITKOM im September 2012 waren 41 Prozent aller Senioren, die über einen Internetanschluss verfügten, in sozialen Netzwerken aktiv. Dabei haben sie die Wahl zwischen unterschiedlichsten Angeboten. Doch braucht jede Generation tatsächlich ihr eigenes soziales Netzwerk? Haben und Netzwerke wie StudiVz nicht gezeigt, dass sich selbst vermeintlich homogene Zielgruppen nur schwer in einem Netzwerk bündeln lassen? Und isoliert ein separates Netzwerk nicht von anderen Altersgruppen und Gesellschaftsschichten?

Warum also ein weiteres soziales Netzwerk. Welchen Sinn macht eine in sich geschlossen Community für ältere Menschen? Die Nutzung von Facebook oder anderen generationübergreifenden sozialen Netzwerken, wie „wer-kennt-wen“ macht auch für ältere Menschen durchaus Sinn, denn so bleiben sie in Kontakt mit anderen Menschen und können sich generationenübergreifend austauschen. Die sogenannten „Seniorennetzwerke“ werben jedoch gerade damit, dass man „unter sich“ sein. Sehen wir uns also den „Newcomer“ seniorbook.de einmal etwas genauer an.

Laut Betreiber ist die Internetpräsenz übersichtlich gestaltet und soll sehr einfach und intuitiv zu bedienen sein. Die nach dieser Ankündigung von mir erwartete „seniorengerechte“ Bedieneroberfläche, die einer älteren Generation entgegenkommt  (größere Schrift, vereinfachte Nutzerführung etc.) sucht man vergebens. Die Optik ist tatsächlich übersichtlich und benutzerfreundlich, und erinnert zumindest mich an eines der bekannten Dating-Portale. Laut Betreiber wurde bei der Entwicklung jedoch strikt auf die Wünsche und Bedürfnisse der Zielgruppe geachtet. Von Design, Farbgebung und Benutzerführung, bis hin zur Konzeption der Inhalte und Funktionen, alles wurde auf Grundlage der Ergebnisse von Marktforschungen entwickelt und wird durch weitere Usability Tests regelmäßig optimiert.

Neben dem eigentlichen Netzwerk bietet seniorbook.de unter der Bezeichnung „Themenwelt“ einen Bereich mit Artikeln, Rezepten und Geschichten der Nutzer. Im „Lokalteil“ werden Wissenswertes und Neuigkeiten aus der Region der Nutzer bereitgestellt, während unter dem Begriff „Bürgerhilfe“ öffentliche Aufrufe, Initiativen und Projekte vorgestellt werden. Auch Firmen und Vereine haben die Möglichkeit, sich mit eigenen Seiten innerhalb des sozialen Netzwerks zu präsentieren und die Nutzer haben die Möglichkeit, ehrenamtliche Projekte sowie Firmen und Vereine vorzustellen. Hinter der „Pinnwand“ verbergen sich ein „schwarzes Brett“ für Texte und eine „Fotowand“ für Bilder der Nutzer. Alles in allem erinnert mich seniorbook.de mehr an „wer-kennt-wen“, als an den großen Konkurrenten Facebook und das ist sicher auch so gewollt.

Besonders beim Thema Datenschutz möchte seniorbook.de noch punkten und so das Vertrauen seiner Nutzer gewinnen. Die Betreiber versichern den Nutzern, dass sämtliche Daten ihr persönliches Eigentum bleiben und nicht gespeichert oder kommerziell genutzt werden.

Doch das ist alles nicht neu. Und es gibt auch bereits Netzwerke für Senioren, in denen sie chatten können, gemeinsame Interessen gepflegt oder gemeinsame Unternehmungen geplant werden können. Das Netzwerk seniorentreff.de existiert bereits seit 15 Jahren und verfügt über Chatrooms, Blogs, Videos und Kleinanzeigen. Seniorenblume.de bietet Foren, Chats, Blogs und einen Veranstaltungskalender. Nutzer können zudem nach Mitgliedern und Gruppen suchen. Die Werbeaussagen auf der Startseite von seniorbook.de sind ebenfalls austauschbar und enthalten keine wesentlichen Unterschiede zu denen anderer sozialer Netzwerke. Wo liegt also der Anreiz für die Nutzer?

Nun, seniorbook.de bietet für ältere Menschen vor allem eine Möglichkeit, sich dem Themenfeld der sozialen Medien zu nähern. Denn die Senioren von heute sind nicht mit Facebook und Co. älter geworden und so bleiben in der Regel nur drei Optionen: 1.) Man negiert das Ganze und überlässt es der Jugend. 2.) Man beschäftigt sich aktiv damit, um dann selbst auf einem der großen sozialen Netzwerke aktiv zu werden. 3.) Man setzt auf spezielle Seniorenlösungen, wie seniorbook.de.

Doch ist ein so spezialisiertes Netzwerk wie seniorbook.de die richtige Lösung für die Zukunft? Rein statistisch gesehen werden wir in der Tat immer älter. Entscheidend (auch für das Marketing) ist jedoch heute nicht mehr das tatsächliche Alter, sondern vielmehr das gefühlte, bzw. das gelebte Alter. Damit stellt sich natürlich die Frage, machen Seniorenmarketing und spezielle Seniorenmarken und -produkte denn dann überhaupt noch Sinn?

Diese Frage ist erst einmal klar mit „ja“ zu beantworten. Auch wenn man in Bezug auf die Benennung von Produkten Bezeichnungen wie „Senioren“ oder „Best Ager“ möglichst vermeiden sollte, denn nicht jeder Mensch über 45 Jahre möchte als „Silver Surfer“ bezeichnet werden. Doch es ist nun mal auch eine Tatsache, dass wir mit zunehmenden Alter andere Bedürfnisse entwickeln und besonders unser Sehvermögen und unsere Motorik nachlassen.

Diesen Anforderungen müssen sich erfolgreiche (Senioren-)Produkte von morgen stellen. Ein gutes Beispiel ist hier der Markt der sogenannten „Seniorenhandys“. Die Senioren von morgen nutzen heute Smartphones und werden auch in Zukunft entsprechende Ansprüche an ihre mobilen Geräte stellen. Während große Hersteller sich heute offensichtlich noch schwertun, geeignete Geräte für Senioren (da ist es schon wieder) zu entwickeln, haben sich hier spezialisierte Anbieter mit innovativen und auf die Zielgruppe abgestimmten Lösungen bereits einen Marktanteil gesichert.

Hersteller wie Bea-fon, Doro oder der Marktführer Emporia (um nur die größten zu nennen) reagieren auf die Bedürfnisse ihrer Kunden und bieten Geräte an, die Außenstehenden auf den ersten Blick als altmodisch erscheinen, jedoch exakt das bieten, was diese Zielgruppe von einem Handy erwartet. Die heutigen Senioren haben Handys im Brick- oder Klapp-Format genutzt und finden sich so auch mit den in Sachen Bedienkomfort, Leistung und Ablesbarkeit optimierten Geräten der spezialisierten Anbieter hervorragend zurecht.

Die Senioren von morgen werden aber bereits mit Smartphones und sozialen Netzwerken wie Facebook älter, das bedeutet, dass hier eine neue Erwartungshaltung an Produkte und Dienstleistungen entsteht. Die Anbieter der sogenannten Seniorenhandys optimieren ihre Produkte deshalb regelmäßig. Ob die Senioren von morgen jedoch ein Angebot wie seniorbook.de zusätzlich oder alternativ zu den bekannten sozialen Netzwerken nutzen werden, bleibt abzuwarten. Und ob sich die Menschen zwischen 45 und 65 in Zukunft von Namen wie seniorentreff.de, seniorenblume.de oder seniorbook.de angesprochen fühlen, bleibt ebenso fraglich.